
Hurra! Ich wollte eigentlich nur kurz was googeln. Plötzlich ist da bunter Konfettiregen. Ich wurde ausgewählt, an der Anwender-Umfrage für Google Chrome teilzunehmen. Mit etwas Glück gewinne ich sogar ein neues iPhone. Nur schnell den Link anklicken und ein paar Fragen beantworten. Cool!
Oder etwa doch nicht? So ganz Google-professionell sieht das Ganze doch nicht aus…
Genauso habe ich das kürzlich erlebt, hier im Büro. Statt den Link zu klicken, habe ich ihn überprüft und er war bereits als böswillig bekannt.
Es liegt an uns allen, vorsichtig und aufmerksam zu sein. Verdächtiges bitte immer dem Helpdesk melden! Die IT hilft auch gerne festzustellen, ob etwas vertrauenswürdig ist oder nicht. Bösartige Links werden gleich gesperrt. So passiert auch nichts, falls jemand anderes auf den gleichen Trick doch hereinfällt.
Datenschutz passiert aber nicht (nur) im Computer. Die meisten Datenschutzverletzungen passieren im ganz normalen Alltag. Zum Beispiel wird auf eine berechtigte Anfrage mit einem Dokument geantwortet, das auch Information enthält, die der Empfänger nicht haben dürfte oder beim Feierabendgespräch wird die eigentlich lustige Anekdote etwas zu konkret.
Unsere Patienten legen nicht nur ihre Gesundheit in unsere Hände, sondern auch ihre Daten. Sie müssen sich sicher fühlen, dass ihre Persönlichkeitsrechte gewahrt werden. Darum möchte ich hier mal wieder zu Vorsicht und Aufmerksamkeit mahnen. Das gilt für Aktivitäten im Internet genauso wie im richtigen Leben.
Kleine Hausaufgabe: das neue „Merkblatt Phishing“ (SA 2697) lesen. Die Merkpunkte darin sind auch im privaten Umfeld anwendbar.
Beste Grüsse
Jan Kellenberger
Datenschutzbeauftragter